|
Limes-Konzept geht in die 2. Runde
Schwerpunkte entwickeln
In der letzten Sitzung der Arbeitsgruppe Tourismus, Naherholung und Kultur innerhalb des Vereins Region GießenerLand unter Leitung von Prof. Dr. Anja Klöckner stand das Thema Limes im Mittelpunkt.
Einig waren sich die teilnehmenden Experten, dass die noch vorhandenen Spuren des römisch-germanischen Grenzwalls in der Region besser touristisch nutzbar gemacht werden sollen. Jetzt gelte es, mittelfristig einen gemeinsamen Weg zu finden, um den Ansprüchen von Touristikern und Archäologen gerecht zu werden.
Wo die Spuren des heimischen Limes zu finden sind, zeigte Manfred Blechschmidt, Kreisarchäologe und Mitglied der AG, anhand einer Präsentation zu Beginn der Veranstaltung. Blechschmidt wies unter anderem darauf hin, dass der Limes in unserer Region nur noch in den Wäldern gut zu erkennen sei. Auf den Ackerflächen hingegen wäre sein Verlauf auf Grund der intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung und etlicher Flurneuordnungen so gut wie nicht mehr wahrzunehmen. Lediglich mittels Luftbildaufnahmen lasse sich das historische Erbe deutlich machen.
Dass der Limes einen der Schwerpunkte der touristischen Entwicklung in der Region GießenerLand darstellt, war unumstritten. Offen ist allerdings noch die Frage, wie die Grenzanlage zukünftig touristisch erschlossen und genutzt werden soll. Hierüber diskutierten Vertreter des Event-Tourismus mit den Befürwortern eines archäologisch geprägten Erholens.
Auf anstehende Meilensteine in der touristischen Limes-Entwicklung wies Regionalmanager Dennis Pucher hin. Sowohl die Förderzusage für den Bau des Limesradwegs, der die Kommunen Langgöns, Linden, Pohlheim, Lich und Hungen miteinander vernetzen und entlang des Limes führen wird, als auch das neu entstehende und der Region GießenerLand zur Förderung vorgeschlagene Limesinfozentrum im Hof Graß werden die ersten Leuchttürme der weiteren Entwicklung sein.
Über Beispiele aus anderen Limes-Regionen und die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Tourismusarten soll es in der nächsten Limessitzung am 09. März 2009 um 18.30 Uhr im Restaurant Klosterwald in Lich gehen. Dort wird neben der Definition der mittelfristigen Meilensteine auch antik gespeist: Limes kulinarisch steht auf des Workshops Speisekarte. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
(März 2009) |