Start Projekte Breitband-Initiative Erste Phase der Breitband-Initiative

Ergebnisse der Breitband-Befragung

Hier finden Sie die Ergebnisse der Befragung zur Breitband-Initiative im GießenerLand.

 

Von den Befragten geben 78,18% an, dass im Haushalt heute bereits ein Internetanschluss vorhanden ist. Nur 5,38% geben an, dass kein Anschluss vorhanden ist. 16,44% haben die Frage nicht beantwortet. Aus der Gesamtbetrachtung kann man schließen, dass der größte Teil der Haushalte, die die Frage nicht beantwortet haben, ebenfalls bereits über einen Zugang verfügen, da sie sowohl die Bandbreite als auch die Art der Nutzung angegeben haben.

 

Da wir aus den bisher uns vorliegenden Daten aus anderen Quellen sehen können, dass nur ca. 40 bis 50% der Haushalte einen Internetzugang geschaltet haben, zeigen die Auswertungen, dass sich überwiegend Haushalte an der Befragung beteiligt haben, die heute bereits einen Zugang haben.

Andererseits haben wir offensichtlich von 50 bis 60% der Haushalte die heute noch kein Internet nutzen, durchschnittlich nur ca. 10% erreicht, wobei in einzelnen Orten durchaus höhere Zugänge erreicht wurden. Die Ursachen dafür sind ohne weitere Untersuchungen im Bereich der Spekulation.

 

 

 

80,48% der Befragten haben einen Internetzugang über die Telefonleitung. Die Befragten, die die Frage nicht beantwortet haben, sind zu 80% Haushalte ohne Internetanschluss. Neben der Telefonleitung spielt mit 6,48% Funk eine Rolle. Schwerpunkte sind: Harbach, Weitershain, Dorf-Güll und Ettingshausen.

Der Zugang über GPRS bzw. UMTS (Handy) ist mit 2,42% höher als erwartet. Schwerpunkte sind Langgöns und Reiskirchen. Die Besitzer von Fernsehkabelanschlüssen haben sich offenbar nur wenig an der Befragung beteiligt (2,21%). 40% davon sind auch nicht bereit zu wechseln. Antworten kamen hier vor allem aus Buseck, Fernwald und Staufenberg.

Gewerbliche Nutzung findet überwiegend parallel zur privaten Nutzung statt (35,8%). Eine reine gewerbliche Nutzung gaben nur 3,74% der Befragten an. Zusammengerechnet werden damit durchschnittlich 39,53% der Internetzugänge gewerblich bzw. auch gewerblich genutzt. In einzelnen Kommunen und in einzelnen Ortsteilen ist der Anteil noch deutlich höher. In den Gesamtkommunen schwankt die gewerbliche Nutzung um +/- 5%.

Nur zwei Kommunen weichen hier deutlich ab, Biebertal mit 32,38% und Heuchelheim mit nur 27,36%. In den einzelnen Ortsteilen ist die Schwankungsbreite der gewerblichen bzw. auch gewerblichen Nutzung deutlich größer. Sie reicht in kleinen Ortsteilen mit geringem Rücklauf von 0% bis hin zu 77,78%. Aber auch eine Reihe größerer Ortsteile mit Rücklaufquoten zwischen 10 und 20% haben gewerbliche bzw. auch gewerbliche Nutzungen zwischen 50 und 60%.

Damit dokumentiert sich hier besonders die hohe Bedeutung des Internetzugangs für den ländlichen Raum und für die hier existierenden Arbeitsplätze und der Möglichkeiten im ländlichen Raum unternehmerisch tätig zu sein.


78,91% der Befragten gaben an grundsätzlich bereit zu sein den Internetanschluss zu wechseln. 6,39% beantworteten die Frage nicht und nur 14,71% lehnten einen Wechsel ab.Da es sich bei den Befragten überwiegend um Haushalte handelt, die bereits einen Internetanschluss besitzen, dokumentiert sich hier zumindest auf den ersten Blick eine relativ geringe Kundenbindung.

Es zeigt sich aber, dass in den Kommunen, die bereits überwiegend eine gute Versorgung besitzen (z.B. Heuchelheim oder Linden) eine deutlich geringere Wechselbereitschaft vorhanden ist, die aber immer noch zwischen 59 und 65% liegt. In über 50% der Ortsteile liegt die Wechselbereitschaft zwischen 80 und 100%. Auffällig ist, dass besonders in Ortsteilen mit einer alternativen Funklösung eine hohe Wechselbereitschaft vorhanden ist (z.B. Harbach 91,07%, Weitershain 86,96%, Rabertshausen 100%, Dorf-Güll 93,55% und Ettingshausen 90%).


Mit insgesamt 91,14% sind die Befragten sehr offen für eine Weitergabe der von Ihnen angegebenen Daten. Allerdings wünschen 54,5% nur eine anonymisierte Weitergabe. 6,41% sagen nein und 2,44% haben die Frage nicht beantwortet.

In den einzelnen Kommunen und auch in den Ortsteilen gibt es nirgendwo gravierende Abweichungen von den Durchschnittswerten. Sieht man sich die Daten genauer an, stellt man fest, dass ohnehin nur 31,2% ihren Namen eingetragen haben und nur 15,78% der Befragten einer Datenweitergabe mit Namen zustimmen.


Die Nutzungsprofile 1 (Gelegentliches Surfen, E-Mail, Online-Banking und Online-Shopping) und Nutzungsprofil 2 (Herunterladen von Musik, Bilder, Filmen und Nutzung von Online-Medien-Angeboten) spiegeln offensichtlich heutige Standardnutzungen wider. Über 65% der jeweiligen Gruppe haben sich auch dem anderen Benutzerprofil zugeordnet. Die Durchschnittswerte liegen bei 61,08% (Profil 1) und 61,47% (Profil 2).

Das dritte Nutzungsprofil beinhaltet Heimarbeit ("Home-Office"), Telearbeit ("Tele-Office"), sowie die Nutzung für Schule und Studium. Durchschnittlich 52,9% haben dieses Profil angekreuzt. Ca. 60% haben auch das Profil 1 angekreuzt und ca. 62% auch das Profil 2. Das Nutzungsprofil 4, dessen Umsetzung deutlich höhere Bandbreiten voraussetzt, wird im Durchschnitt bisher nur von 27,36% gewünscht.

Die sehr unterschiedlichen Prozentsätze hinsichtlich der Nutzungsprofile 3 (zwischen 27,78% und 77,63%) und 4 (zwischen 12,12% und 56,52%) in den einzelnen Kommunen und Ortsteilen deuten auf sehr unterschiedliche Haushaltsstrukturen in den Ortsteilen hin. Besonders viele erkennen sich im Nutzungsprofil 3 wieder, in den Ortsteilen: Mainzlar (75%), Beltershain (71,43%), Klein-Eichen (71,43%), Langd (72,22%), Rodheim (70,59%), Cleeberg (77,63%) und Oberkleen (76,47%). Die Möglichkeiten des Nutzungsprofils 4 werden insbesondere in folgenden Ortsteilen gewünscht: Reinhardshain (51,85%), Bellershaim (56,52%), Holzheim (56,10%), Watzenborn-Steinberg (53,85%) und Krofdorf-Gleiberg (51,79%). Sonstige Wünsche spielen keine große Rolle. Die dort genannten Anwendungen sind in den meisten Fällen auch in den anderen Profilen enthalten.


48,13% der Befragten haben keinen Bandbreitanschluss oder eine Bandbreite von weniger als 1 Mbit/s zur Verfügung. 17,10% haben eine grenzwertige Versorgung (zwischen 1 und weniger als 2 Mbit/s). 19,64% haben eine gute Versorgung (zwischen 2 und 6 Mbit/s). 4,56% haben eine sehr gute Versorgung (mehr als 6 Mbit/s). 10,66% haben keine Angabe gemacht.

Vergleicht man diese Prozentzahlen mit vorläufigen Zahlen der heutige Breitbandversorgung in der Region so stellt man fest, dass sich Haushalte mit guter oder sehr guter Breitbandzugangsmöglichkeit (ca. 48% der Haushalte) unterproportional (ca. 25%) an der Befragung beteiligt haben. Die Teilnahme von Haushalten mit grenzwertigen Breitbandzugangsmöglichkeiten liegt bei ca. 17% über dem Anteil an den Gesamthaushalten (14,5%). Besonders hoch ist der Anteil von nicht oder unterversorgten Haushalten, der ca. 25% über dem Anteil an den Gesamthaushaushalten liegt (ca. 38,5%). Bei den Teilnehmern, die keine Angaben gemacht haben, gibt es keinen Rückschluss auf fehlende Zugangsmöglichkeiten oder bestimmte Bandbreiten.