Start Projekte Breitband-Initiative Zweite Phase der Breitband-Initiative

Erste Schritte zur nachhaltigen Versorgung mit schnellem Internet


Glasfaser, Leerrohr, Richtfunk und WiDSL sind die Themen, mit denen sich die Geschäftsstelle der Region GießenerLand aktuell beschäftigt. Noch ist eineflächendeckende Lösung nicht in greifbarer Nähe, aber die Optionen - und damit auch erste Modellprojekte - werden klarer.

Nachdem im vergangenen Jahr die Frage geklärt werden konnte, wo es in der Region noch an schnellem Internet fehlt, werden nun die Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Deutlich wird schon jetzt, dass sich der zukünftige Ausbau auf drei Technologien konzentrieren wird: 

 

1. Glasfaserkabel

Die Verlegung von Glasfaserleitungen zwischen den Hauptverteilern in  den Kernorten und den Kabelverzweigern in den Ortsteilen gilt qualitativ nicht zu Unrecht als bestmöglicher und damit nachhaltiger Weg einer Versorgung mit schnellem Internet. Gerade auch kleinere und mittlere Betriebe profitieren von einer möglichst "breitbandigen" Versorgung. Allerdings stehen diesem Vorgehen erhebliche Kosten gegenüber. Ein Kilometer verlegtes Kabel schlägt mit durchschnittlich 50.000 Euro zu buche. So erreichen selbst kleinere Maßnahmen schnell ein Volumen von mehreren hunderttausend Euro. Wie in Abbildung 1 illustriert, bleibt der Weg vom Kabelverzweiger zum Kunden zunächst stets auf Basis von Kupferleitungen.



2. Richtfunk

Bei dieser Technologie wird auf die Verlegung von Glasfaserleitungen zwischen Hauptverteiler und Kabelverteiler verzichtet. Die Überbrückung dieser Strecke findet vielmehr mittels einer Richtfunkverbindung statt. Es kommen zwei Antennen zum Einsatz, die die gesendeten und empfangenen Datenpakete miteinander austauschen. Der Unterschied zwischen Glasfaserleitung und Richtfunk ist in der Regel für den Nutzer aktuell kaum spürbar. Die Kosten liegen pro Ortsteil bei etwa 100.000 Euro.





3. WiDSL (Funk)

Gerade im ländlichen Raum ist die kurzfristig verfügbare Funklösung sehr verbreitet. Es werden dabei zwei unterschiedliche technische Herangehensweisen unterschieden: In der ersten Variante wird das Funksignal aus dem Hauptort (oder einem mit Breitband bereits versorgten Ort) mittels Funkantenne in Richtung des unversorgten Ortes gesendet. In der zweiten Variante steht ein Sendemast inmitten des Ortes. Die Haushalte sind in beiden Varianten anschließend mittels Sender-/Empfängereinheiten mit dem Netzwerk verbunden. Die Kosten liegen in der Regel bei ca. 10.000 Euro und sind damit verhältnismäßig gering.





Jede Funktechnik, ob Richtfunk oder WiDSL, ist nicht unumstritten. Allerdings konnten zumindest gesundheitliche Bedenken mittlerweile widerlegt werden. Qualitativ werden die Techniken ohnehin zunehmend besser.

Aktuell verhandelt das Regionalmanagement mit den Herstellern und den Anbietern der entsprechenden Techniken, um maßgeschneiderte Lösungen für die Kommunen  anbieten zu können. Bis März sollen diese Erkenntnisse den Kommunen vorgestellt werden.